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Posaune

Geschichte der Posaune :

Die Posaune hat sich vermutlich aus der Zugtrompete entwickelt. Der U-förmige Zug dieser Trompete, der nach 1434 in Burgund entstanden ist, wurde verlängert, wodurch man eine Tonerweiterung in tiefere Lagen ermöglichte.
Im 16. Jahrhundert hat es einen ganzen Posaunenchor gegeben, bestehend aus Diskant- und Altposaune, der Tenorposaune, Quart-, Quint- sowie Oktavposaune. Diese Posaunenvielfalt hat sich nicht durchsetzen können. Seit 17. Jahrhundert werden nur noch Alt-, Tenor- und Bassposaunen verwendet. Die im 19. Jahrhundert entwickelte Ventilposaune, die statt des Zuges drei Ventile hat, konnte sich ebenfalls nicht behaupten.
Posaunen werden seit dem 18. Jahrhundert dreifach in unterschiedlicher Besetzung im Orchester eingesetzt. Außerdem ist die Posaune ein beliebtes Instrument fürs Abblasen vom Kirchturm.

Charakteristik der Posaune :

Das Blechblasinstrument mit überwiegend zylindrischem Rohrverlauf besteht aus einem kesselförmigen Mundstück, einem U-förmigen Hauptrohr, das in die Stürze mündet, und zwei Innenrohren, die mit Querstangen, sogenannten Brücken, aneinander befestigt sind. An die Innenrohre wird der U-förmige Zug angebracht, an dem sich eine Wasserklappe befindet. Der Zug kann entweder in sechs Stufen herausgeschoben werden, was eine Tonvertiefung um jeweils einen Halbton bewirkt, oder stufenlos gezogen werden, so dass ein Glissando, also eine gleitende Tonhöhenveränderung, entsteht.
Der Tonumfang einer Posaune reicht von C1 bis es2, der optimale Klangbereich liegt zwischen C1 und h1. Ein Ton wird erzeugt, indem der Bläser seine Lippen elastisch spannt, wie es beim Pfeifen geschieht. Dadurch wird der Luftstrom periodisch unterbrochen. Durch das Kesselmundstück entsteht ein obertonreicher, heller Klang, der durch die zylindrische Rohrform unterstützt wird.