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Pauke

Geschichte der Pauke :

Die Pauke ist im 13. Jahrhundert mit den Kreuzzügen aus dem orientalisch-asiatischen Raum nach Europa gekommen. Im Mittelalter waren die Pauken deutlich kleiner als die heutigen und wurden am Gürtel getragen. Die größere Form gibt es erst seit dem 15. Jahrhundert. Die verwendete Schnurspannung wurde im 16. Jahrhundert durch die Schraubenmechanik ersetzt. Neben der Schraubenpauke haben sich die Maschinenpauken entwickelt, zu denen die Kurbelpauke, die Drehpauke und die heute gebräuchliche Pedalpauke gehören.
Bei Kurbel- oder Hebelmaschinenpauke wird die Spannvorrichtung mit Hilfe eines Drehmechanismus von Hand gesteuert, während bei der Drehpauke der gesamte Kessel gedreht werden kann. Die Pedalpauke hat eine Fußsteuerung und ist somit leicht handhabbar.
Früher war die Trommel ein Heer- und Hofinstrument und hatte somit eine enge Bindung an die Trompete. Im Orchester traten die Pauken erst im 17. Jahrhundert aus ihrer Schattenstellung heraus und haben sich im Lauf der Jahre zu dem wichtigsten Schlaginstrument entwickelt. Heute werden Pauken in der Regel paarweise in Tonika-Dominant-Stimmung eingesetzt, in einigen Werken werden mehr Pauken verlangt, Hector Berlioz fordert sogar 16 Stück.

Charakteristik der Pauke :

Die Pauke besteht aus einem annähernd halbkugeligen Kessel, meistens aus Kupfer oder Messing, einer Membran aus gegerbtem Kalbfell oder Kunststoff, die über die Kesselöffnung gespannt wird, und einer Spannvorrichtung. In der Mitte des Bodens befindet sich ein Schalloch von ca. 3 cm.
Die Pauke wird mit Schlegeln angeschlagen, die mit Filz oder Flanell bezogen sind. Ein Ton setzt sich aus Anschlag- und Resonanzton zusammen. Die Membran ist auf den Fellwickelreifen gezogen, der am Rand des Kessels angebracht ist. Dieser wiederum befindet sich unter dem Felldruckreifen, mit dem die Membran ge- oder entspannt werden kann.
Durch die Veränderung der Spannung ist es möglich, die Pauke auf mehrere Töne einzustimmen, die sich in einem Bereich von einer Sexte aufhalten. Die Membran hat dabei jeweils einen anderen Durchmesser, so dass sich verschiedene Stimmungen ergeben.
Es gibt heute vier gängige Pauken. Die Bass- oder D-Pauke ist mit einem Membrandurchmesser von 75-80 cm und einem Tonumfang von D-H die größte und tiefste Pauke. Die Große- oder G-Pauke hat einen Durchmesser von 65-70 cm und einen Tonumfang von E-c, während die Kleine- oder C-Pauke einen Durchmesser von 60-65 cm und einen Tomumfang von A-fis besitzt. Die kleinste Pauke ist die Hohe- oder A-Pauke mit einem Durchmesser von 20-30 cm und einem Tonumfang von e-c1 .